
Schauspiel
Sie wurde am 4. August 1915 als Eleonore Nest in Berlin als Tochter amerikanischer methodistischer Missionare geboren. WĂ€hrend der MissionarstĂ€tigkeit ihrer Eltern wurde sie von einem deutschen Filmproduzenten auf einem Plakat fĂŒr ein Sonntagsschulprogramm entdeckt. Schon bald erhielt sie Angebote fĂŒr Filmrollen. Mit der Erlaubnis ihrer Eltern spielte sie 1918 in ihrem ersten Film mit. Sie verwendete den Namen Loni Nest anstelle von Eleonore Nest. Zwischen 1918 und 1933 wirkte sie in 41 Filmen mit, an der Seite von Schauspielern wie Charles Boyer, Greta Garbo, Marlene Dietrich und Fritz Feld. 1933 gab Nest die Filmbranche auf, um in das Elternhaus in Boston zurĂŒckzukehren. Sie wollte sich fortan dem Engagement ihrer Familie in einer neu gegrĂŒndeten methodistischen Gemeinde widmen, in der ihr Vater als Diakon tĂ€tig sein sollte. AuĂerdem wollte sie Deutschland so schnell wie möglich verlassen, unter anderem aufgrund des Aufstiegs des Nationalsozialismus, der mit Adolf Hitlers Machtergreifung begann. Nest schrieb sich an einer UniversitĂ€t ein und wurde spĂ€ter Musiklehrerin. Sie arbeitete ĂŒber 40 Jahre lang an öffentlichen Schulen in Massachusetts. 1938 heiratete sie den GeschĂ€ftsmann Roy Smythe. Smythe grĂŒndete spĂ€ter ein eigenes Autohaus, das bis zu seinem Tod 1987 bestand. Nest bekam drei Kinder. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie zu ihrer Tochter nach Honolulu, Hawaii. Sie engagierte sich bis zu ihrem Lebensende ehrenamtlich in einem örtlichen Krankenhaus und war aktiv in ihrer methodistischen Gemeinde. Sie starb am 17. Februar 2014 im Alter von 98 Jahren.














