
Schauspiel
Ossi Oswalda (geboren als Oswalda Amalie Anna StĂ€glich) war eine deutsche Schauspielerin, die hauptsĂ€chlich in Stummfilmen mitwirkte. Oswalda absolvierte eine Ausbildung zur Ballerina und arbeitete als TĂ€nzerin an einem Berliner Theater. Ihr FilmdebĂŒt gab sie in Richard Oswalds âNĂ€chte des Grauensâ, bevor sie von dem Schauspieler und Drehbuchautor Hanns KrĂ€ly entdeckt wurde, der sie wiederum dem Regisseur Ernst Lubitsch empfahl. In ihrer frĂŒhen Karriere spielte sie in mehreren Filmen von Lubitsch mit, darunter âDas fröhliche GefĂ€ngnisâ, âIch will kein Mann seinâ, âDie Austernprinzessinâ und âDie Puppeâ. Ihre damalige PopularitĂ€t brachte ihr den Spitznamen âdie deutsche Mary Pickfordâ ein. 1921 grĂŒndete Oswalda mit ihrem damaligen Ehemann, dem ungarischen Baron Gustav Wilhelm Viktor Freiherr von Koczian-Miskolczy (1877â1958), ihre eigene Filmproduktionsfirma. In den folgenden vier Jahren produzierten sie jedoch nur vier Filme, in denen Oswalda jeweils die Hauptrolle spielte. Ab 1925 stand sie bei Ufa unter Vertrag. Das Paar lieĂ sich 1925 scheiden, und Oswalda begann eine vielbeachtete AffĂ€re mit Wilhelm, dem deutschen Kronprinzen. Mit dem Ende der StummfilmĂ€ra lieĂ Oswaldas Karriere nach, und sie wirkte nur in zwei Tonfilmen mit. Ihr letzter Auftritt vor der Kamera war 1933 in dem Film âDer Stern von Valenciaâ. In den 1930er-Jahren floh sie aus Nazi-Deutschland und emigrierte mit ihrem Partner Julius Aubenberg nach Prag. SpĂ€ter arbeitete sie als Theaterschauspielerin und schrieb 1943 das Drehbuch fĂŒr den tschechoslowakischen Film âÄtrnĂĄctĂœ u stoluâ (Die BĂŒhne). Im FrĂŒhjahr 1947 war Oswalda bankrott und litt unter mehreren gesundheitlichen Problemen.
























