
Schauspiel
GroĂ, blond, kurvenreich und strahlend â Eva Renzi sorgte Mitte der 60er-Jahre in ihrer westdeutschen Heimat fĂŒr Furore. Geboren als Tochter einer 17-jĂ€hrigen Französin und eines 49-jĂ€hrigen DĂ€nen, war Evas Kindheit alles andere als glĂŒcklich. Ihre Eltern lieĂen sich scheiden, als sie drei Jahre alt war, und ihre Mutter gab sie in ein von Nonnen gefĂŒhrtes Waisenhaus. Mit 14 Jahren kehrte Eva zu ihrem gewalttĂ€tigen Vater zurĂŒck. SpĂ€ter sagte sie: âEr hat mich tĂ€glich brutal geschlagen.â Das Leben mit ihrem Vater war so schwierig, dass Eva zwei Selbstmordversuche unternahm, bevor sie schlieĂlich mit zarten 17 Jahren von zu Hause auszog, um eine Schauspielkarriere zu verfolgen. Die berĂŒhmte Schauspiellehrerin Else Bongers nahm sie unter ihre Fittiche, und die hĂŒbsche Teenagerin verdiente ihren Lebensunterhalt als Model, Telefonistin und Kellnerin, bevor sie Ende 1961 ihr BĂŒhnendebĂŒt gab. 1964 wurde sie Mitglied der Freien VolksbĂŒhne Berlin, als der renommierte Regisseur Erwin Piscator sie als âElektraâ engagierte.














