
Schauspiel
Sir Ralph David Richardson (* 19. Dezember 1902 in Cheltenham, England; â 10. Oktober 1983 in London) war ein britischer Theater- und Filmschauspieler. Neben Laurence Olivier und John Gielgud zĂ€hlte er zu den fĂŒhrenden britischen Charakterdarstellern seiner Generation und war insbesondere mit Shakespeare-StĂŒcken erfolgreich. AuĂerdem spielte Richardson in insgesamt ĂŒber 60 Kinofilmen. Ab 1933 war Richardson im FilmgeschĂ€ft tĂ€tig und entwickelte sich auch dort zu einem gefragten Charakterdarsteller. WĂ€hrend seiner fĂŒnf Jahrzehnte langen Kino-Karriere spielte Richardson in zahlreichen Filmklassikern profilierte Nebenrollen und deckte dabei ein weites darstellerisches Spektrum ab. Er spielte den autoritĂ€ren Boss in der Science-Fiction-Literaturverfilmung Was kommen wird (1936) nach den Werken von H. G. Wells. 1939 trat er in dem Propagandafilm The Lion Has Wings auf. Bis 1944 war er danach im Armeedienst und wurde gelegentlich fĂŒr Filmaufnahmen freigestellt. Seine Filmarbeit nach dem Krieg entstand neben seiner hauptsĂ€chlichen Arbeit am Theater. Er wurde zweimal fĂŒr den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert: 1950 fĂŒr seine Darstellung des distanzierten Vaters von Olivia de Havilland im Filmdrama Die Erbin sowie posthum 1985 fĂŒr den trauernden Earl of Greystoke in Greystoke â Die Legende von Tarzan, Herr der Affen (1984). Er wurde fĂŒr seine Rolle in Eines langen Tages Reise in die Nacht von Sidney Lumet bei den Filmfestspielen von Cannes 1962 als bester Schauspieler ausgezeichnet. 1966 spielte Richardson den britischen Premierminister William Ewart Gladstone in Khartoum. DafĂŒr erhielt er eine Nominierung fĂŒr den British Film Academy Award als bester britischer Darsteller. 1951 fĂŒhrte Richardson das einzige Mal Filmregie bei Home at Seven, der Verfilmung eines TheaterstĂŒckes, indem Richardson bereits zuvor gespielt hatte.












































































